
"Ich halte es für möglich, eine neue Gesellschaft vorauszusehen, in der der Mensch fähiger sein wird, weil man Vertrauen in ihn setzte, als er ein Kind war." Maria Montessori
Unser Montessori-Kinderhaus ist von 7.00 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet. Es befindet sich in einer verkehrsberuhigten Zone, einer Sackgasse mit Wendeplatz. Rundherum befinden sich Wohnblocks.
Da der Kindergarten sehr zentral gelegen ist, können wir viele Angebote, in der Stadt wahrnehmen, z.B. Wochenmarktbesuche, Museumsbesichtigungen, Polizei, Krankenhaus, Feuerwehr, Stadtbücherei u.v.m.
Die Einrichtung ist von einem Spielgelände umgeben. In unserem Garten befinden sich Spielgeräte, ein Drachen und Delfine, die der Künstler Heinrich Zimmermann-Klemme für uns aus Eichenholz geschnitzt hat.






Im Hause nutzen wir einen großen Gruppenraum zum bildnerischen Gestalten und zum Werken und Kneten. Ein zweiter Raum dient als Bewegungs- und Rollenspielraum. Außerdem gibt es einen Raum mit Montessori-Materialien und anderen didaktischen Spielen, eine Leseecke und einen Raum für die Kleingruppenarbeit. Im hinteren Bereich des Hauses haben die Kinder die Möglichkeit, sich zum Essen und Trinken zurückzuziehen.






Wir haben in unseren Gruppen Kinder aus allen sozialen Schichten, verschiedenen Nationen und Konfessionen aufgenommen. Die religiöse Erziehung überlassen wir dem Elternhaus.
Zur Zeit gibt es am Vormittag zwei Gruppen mit je 25 Kindern, die von vier pädagogischen Fachkräften betreut werden. Am Nachmittag arbeiten wir mit einer Gruppe von 25 Kindern und einer Kleingruppe von 10 Kindern, die von drei pädagogischen Fachkräften betreut werden. Alle Gruppen sind alters- und geschlechtsgemischt.
Die Gruppenleiterinnen haben als Zusatzqualifikation die Montessoriausbildung.

Jede Kollegin des Teams stellt ihr persönliches Motto vor, das ihr pädagogisches Selbstverständnis widerspiegeln soll......
Silvia Glahn, Erzieherin, Leiterin des Kindergartens und Gruppenleiterin in der Sonnengruppe: "Heiterkeit und Frohsinn sind die Sonne, unter der alles gedeiht".
Isabel Strong, Erzieherin, vertretende Leiterin, Gruppenleiterin in der Sternengruppe: "Erziehen heißt nicht einen Eimer zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen".
Margit Siemons, Erzieherin und Gruppenleiterin in der Mondgruppe: "Wege entstehen beim Gehen".
Doris Janssen, Kinderpflegerin in der Sonnengruppe: "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht".
Frauke Behrends, Erzieherin in der Mondgruppe: "Sage es mir, und ich vergesse es; zeige es mir, und ich erinnere mich; Lass es mich tun, und ich behalte es".
Ute Voß, Erzieherin in der Sternengruppe: "Wenn du mit anderen ein Schiff bauen willst, so beginne nicht mit ihnen Holz zu sammeln, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem großen weiten Meer".
Agata Sacher, Kinderpflegerin in der Sternengruppe: "Erziehung ist die Hilfe zum Selbstwerden in Freiheit".
Die Kinder orientieren sich an regelmäßig wiederkehrenden Situationen – ihnen wird damit Sicherheit vermittelt.
Am Vormittag können die Kinder ab 7.00 Uhr in den Kindergarten gebracht werden. Bis 9.00 Uhr sollten alle eingetroffen sein, weil wir uns dann in den Stammgruppen zum Morgenkreis treffen. Zuerst wir ein Begrüßungslied gesungen. Danach berichten die Kinder über ihre Erlebnisse und es werden weitere Aktivitäten, die am Vormittag stattfinden, bekannt gegeben.
Um 12.00 Uhr kommen die Gruppen im Abschlusskreis zusammen. Es werden sachkundliche Themen besprochen oder mit dem Montessori- und anderen Materialien gearbeitet. Außerdem werden Lieder gesungen, Bewegungsspiele gespielt oder Bilderbücher vorgelesen. Danach sollten die Kinder zwischen 12.30 Uhr und 13.30 Uhr abgeholt werden.
Nachmittags kommen die Kinder ab 13.30 Uhr und werden in der Zeit von17.30 Uhr bis 18.30 Uhr wieder abgeholt.
Auch hier wird täglich ein Stuhlkreis angeboten, in dem die Kinder über ihre Erlebnisse berichten können, Lern- und Arbeitsmaterial vorgestellt wird, Lieder gesungen werden usw.
In allen Gruppen feiern wir im Stuhlkreis die Geburtstage der Kinder und der Erwachsenen. Das Geburtstagskind sitzt an einem besonders vorbereiteten Geburtstagstisch in der Mitte des Kreises. Die Gruppe singt Geburtstagslieder und es wird über den Lebensweg des Kindes bzw. Erwachsenen gesprochen. Es erhält von uns ein kleines Geschenk und bringt den anderen Kindern eine kleine Aufmerksamkeit wie z.B. Eis, Kuchen, Obst etc. mit.


Nach dem Stuhlkreis spielen die Kinder oder wählen eines der Angebote, die wir durch die vorbereitete Umgebung bereitstellen. Die Montessoriarbeit und das Freispiel besitzen den gleichen Stellenwert. Darüber hinaus erarbeiten wir projektbezogen Themen, die aufgrund von aktuellen Anlässen geplant werden. Die Vorschulkinder kommen regelmäßig zusätzlich in Arbeitsgruppen zusammen.
Der Essensraum ist während des ganzen Tages für die Kinder geöffnet. Sie können selber entscheiden, wann und mit wem sie essen möchten. Die Kinder bringen von Zuhause etwas Gesundes mit, z.B. Obst, Rohkost, Brot usw. Getränke wie Apfelsaft, Traubensaft und Mineralwasser werden im Kindergarten bereitgestellt. Hierfür wird jährlich ein Betrag eingesammelt.


Die Kinder haben die Möglichkeit, täglich im Garten zu spielen. Einmal in der Woche fahren wir mit einem Bus in den Wald. Hierfür sammeln wir halbjährlich einen festen Betrag ein. Auch unsere Rhythmikstunde findet regelmäßig einmal wöchentlich statt. Hier bieten wir gezielt Bewegungsspiele und Koordinationsübungen an.
Wie bereits erwähnt, sind die Räume nach Funktionen aufgeteilt. Das hat den Vorteil, dass z.B. dort, wo am Tisch gearbeitet wird, eine ruhigere Atmosphäre herrscht, weil die spielenden Kinder sich in einem anderen Raum aufhalten. Dort können sie sich dann frei bewegen, ohne die arbeitenden Kinder abzulenken und ständig zur Ruhe ermahnt werden zu müssen.
Nach dem der Morgen- bzw. Nachmittagskreis, der in der Stammgruppe mit immer denselben Erzieherinnen stattfindet, wählen die Kinder ihre Beschäftigung im Kinderhaus bzw. Garten. So können die Kinder auch gruppenübergreifend Freundschaften schließen. Die "Auswahl" der Freunde, auch der Erzieher/innen, ist hierdurch vielfältiger.
Wir Erzieherinnen wechseln uns in der Betreuung der Räume bzw. bei der Betreuung verschiedener Angebote ab, weil wir dadurch die Kinder in unterschiedlichen Spielsituationen beobachten und unterstützen können.
Die Kinder können durch die "freie Wahl" Spiel- und Ruhephasen nach ihren individuellen Bedürfnissen gestalten. Einen festen Rahmen bilden die immer wiederkehrenden Abläufe und Rituale der Tages- und Wochengestaltung.
Der Umgang mit der "Freiheit" muss erlernt werden. Gerade zu Beginn der Kindergartenzeit werden die jüngeren Kinder behutsam an unsere Arbeitsweise herangeführt.
Durch diese Methode der "offenen Arbeit" wachsen Selbständigkeit und Selbstsicherheit, besonders auch durch die Unterstützung der älteren Kinder, die schon längere Zeit unser Kinderhaus besuchen.
Nach dem Montessori Prinzip: Das Kind als Lehrmeister